Berlin (epd). In Berlin wird am Mittwoch an den Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erinnert. Von 18.30 Uhr bis Mitternacht soll an diesem Tag die israelische Flagge auf das Brandenburger Tor projiziert werden, wie die Senatskanzlei am Montag mitteilte. Zudem ist zum Gedenken an die Opfer der Terrorattacke ein Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geplant. Teilnehmen wollen unter anderem der evangelische Bischof Christian Stäblein, der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch sowie die drei Geistlichen des interreligiösen Projekts House of One.
Rabbiner Andreas Nachama vom House of One erklärte am Montag, er und seine beiden Amtskollegen wollten gemeinsam ein Zeichen des friedlichen Miteinanders senden. Die Spirale der Gewalt im Nahen Osten müsse gestoppt werden. Solange im Heiligen Land der drei Religionen nicht überall Frieden herrsche, werde „auch in anderen Teilen der Welt weiter Hass auf die Straßen getragen werden, auch bei uns in Deutschland, auch hier in Berlin“.
Warnung vor Antisemitismus und Angriffen auf Jüdinnen und Juden
Imam Kadir Sanci sagte, die drei Religionen teilten „die Botschaft des Friedens und der Nächstenliebe“. Jüdische, muslimische, christliche und andere Menschen müssten einander die Hände reichen, damit das Leid ein Ende finde.
Seine Kollegin, die evangelische Pfarrerin Marion Gardei, erklärte zum Überfall der Hamas auf Israel: „Die Ermordeten, die an Leib und Seele Verletzten, die vergewaltigten Frauen und die traumatisierten Kinder wollen wir nicht vergessen.“ Sie wendete sich zudem klar gegen jede Form von Antisemitismus sowie Angriffe auf Jüdinnen und Juden.
Beim Terrorangriff der Hamas vor drei Jahren waren rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 240 in den Gaza-Streifen verschleppt worden. Der 7. Oktober 2023 gilt als der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Der Angriff führte zum Krieg zwischen Israel und der Hamas, dem im Gaza-Streifen Zehntausende Menschen zum Opfer fielen.




