E-Auto-Förderung erreicht 100.000 Haushalte seit Mai

E-Auto-Förderung erreicht 100.000 Haushalte seit Mai
Die E-Auto-Prämie hat fünf Monate nach ihrem Start die Marke von 100.000 Bewilligungen erreicht. Laut Umweltminister Schneider profitierten davon insbesondere kleine und mittlere Einkommen.

Berlin (epd). Seit dem Start der E-Auto-Prämie im Mai haben mehr als 100.000 Haushalte die Förderung für den Kauf oder das Leasing eines neuen Elektroautos beantragt. „Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag in Berlin. „Jedes zusätzliche Elektroauto macht unser Land unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten“, darum sei die große Nachfrage eine „wirklich gute Nachricht“.

Rund 90 Prozent der Bewilligungen entfielen demnach auf reine Elektrofahrzeuge, weniger als 10 Prozent auf Plug-in-Hybride. Kauf und Leasing machten jeweils etwa die Hälfte der Förderungen aus. Rund die Hälfte der Antragsteller hatte den Angaben zufolge ein jährliches Haushaltseinkommen von höchstens 45.000 Euro, rund drei Viertel von höchstens 60.000 Euro.

Schneider sieht soziale Staffelung als besonderen Erfolg

„Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt“, betonte Schneider, „weil wir endlich auch die mittleren Einkommen direkt adressieren können.“ Da zunehmend auch elektrische Kleinwagen auf den Markt gekommen sind, seien E-Autos „kein Distinktionsmerkmal mehr, sondern eine kluge Wahl“.

Die E-Auto-Förderung unterstützt den Kauf oder das Leasing von erstmals in Deutschland zugelassenen Elektroautos sowie bestimmter Plug-in-Hybride mit strengen Klimaschutzanforderungen. Das Programm ist seit dem 19. Mai beantragbar und kann rückwirkend auch für Käufe seit dem 1. Januar 2026 in Anspruch genommen werden. Je nach Fahrzeugart, Einkommen und Kindern gibt der Staat 1.500 bis 6.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens dazu. Das Programm ist begrenzt auf kleinere und mittlere Einkommen.