Neuschwanstein mit bayerischen Klimastreifen

Neuschwanstein mit bayerischen Klimastreifen
In der bayerischen Klimawoche zeigt eine "Klimastreifen"-Beleuchtung am Märchenschloss Neuschwanstein die zunehmende Erwärmung seit 1881 auf.

München (epd). Neuer Look für Schloss Neuschwanstein: In der bayerischen Klimawoche wird das weltberühmte Gebäude mit „Klimastreifen“ beleuchtet. Jeder Streifen steht dabei für die Durchschnittstemperatur eines Jahres in Bayern von 1881 bis 2025, wie das bayerische Umweltministerium am Freitag in München mitteilte.

Die Beleuchtung Neuschwansteins steht zum Auftakt der Klimawoche am 8. Oktober auf dem Programm. Auch andere Akteure in Bayern greifen die Klimastreifen auf. So sollen etwa auch die Allianz Arena in München und die WWK Arena in Augsburg gestreift leuchten.

Jeder Streifen steht für ein Jahr

Die Klimastreifen in Blau und Rot sowie Zwischentönen symbolisieren die Temperaturtrends. Das bayerische Umweltamt hat dazu die 2018 vom britischen Klimaforscher Ed Hawkins entwickelten „Warming Stripes“ für den Freistaat übersetzt. Ein Streifen steht für ein Jahr und zeigt farblich an, ob es kälter oder wärmer war als der Durchschnitt in der Referenzperiode 1971 bis 2000. Jedes Jahr changiert von dunkelblau (sehr kühl) über hellblau und hellrot bis dunkelrot (sehr heiß). So wird sichtbar, dass warme und heiße Jahre auch in Bayern erheblich zugenommen haben.