Fall Pike: UN-Hochkommissar verlangt Abschaffung der Todesstrafe

Fall Pike: UN-Hochkommissar verlangt Abschaffung der Todesstrafe

Genf (epd). Angesichts der mutmaßlich abgebrochenen Hinrichtung einer Frau im US-Bundesstaat Tennessee hat UN-Hochkommissar Volker Türk eine Abschaffung der Todesstrafe gefordert. Das verlängerte physische und mentale Leiden der Frau sei entsetzlich und grausam, erklärte Türk am Donnerstag bei X.

Zudem gebe es nach wie vor ungeklärte Fragen hinsichtlich eines fairen Verfahrens, erklärte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Er verlangte von den Behörden Tennessees, keine weiteren Exekutionsversuche zu starten. Er sei zudem beunruhigt über die wachsende Zahl der Hinrichtungen in den USA.

Offenbar Probleme beim Spritzen des Giftes

Die Hinrichtung der 50-jährigen Christa Pike in Tennessee ist Berichten von US-Medien zufolge abgebrochen worden. Die Henker sollen Probleme beim Spritzen des Giftes zum Töten der Frau gehabt haben. Sie soll in einem Krankenhaus sein. Das Oberste US-Gericht hatte erst kurz zuvor geurteilt, dass Pike hingerichtet werden darf.