Bonn (epd). Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso) ruft Bund und Länder dazu auf, die Bevölkerung besser vor extremer Hitze zu schützen. In diesem Sommer seien laut dem Robert-Koch-Institut deutschlandweit mehr als 16.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben, teilte der Dachverband am Donnerstag in Bonn zum Internationalen Tag der älteren Menschen mit. Die große Mehrzahl der Sterbefälle habe Menschen ab 65 Jahren betroffen.
Bislang habe es aber keine Reaktion aus der Politik auf diese erschreckend hohe Zahl gegeben, kritisierte die Bundesarbeitsgemeinschaft. „Wenn Bund und Länder jetzt nicht handeln, besteht die Gefahr, dass kommende Hitzewellen wieder sehr viele Menschenleben fordern“, mahnte die Bagso-Vorsitzende Regina Görner. Man vermisse „klare Worte und Entscheidungen aus der Politik“. Länder wie etwa Frankreich hätten hingegen Maßnahmen ergriffen, die in diesem Sommer zu deutlich niedrigeren Todeszahlen geführt hätten.




