UN: Mehr als 145.000 Menschen im Jemen auf der Flucht

UN: Mehr als 145.000 Menschen im Jemen auf der Flucht
Die schweren Kämpfe im Jemen treiben mehr und mehr Menschen in die Flucht. Die UN fordern sicheren Zugang zu den verjagten und bedürftigen Menschen.

Genf (epd). Die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und der Regierung des Jemen zwingen laut den UN zunehmend mehr Menschen in Flucht. Seit der Eskalation des Konflikts an der Westküste im Juni seien 145.308 Menschen in acht Provinzen des Landes vertrieben worden, teilte die Internationale Organisation für Migration der UN am Montag in Genf mit.

Somit sei die Zahl der Menschen auf der Flucht innerhalb einer Woche um 15.870 angestiegen. Die Gewalt treibe weiterhin Familien an der Westküste und im gesamten Süden zur Flucht.

Umfassende Versorgung nötig

Teams der IOM arbeiten den Angaben zufolge mit lokalen Behörden und humanitären Partnern zusammen, um neu vertriebene Familien mit Notunterkünften, Haushaltsgegenständen, Bargeldhilfen, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu versorgen. Die IOM forderte den Schutz der Zivilbevölkerung und der humanitären Helfer sowie einen sicheren und ungehinderten Zugang zu den Bedürftigen.

Die Huthi-Miliz, die vom Iran Unterstützung erhält, konnte nach Medienberichten in jüngster Zeit in Jemens Küstenregion vorrücken und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab erringen, die den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet. Die jemenitische Regierung bezieht in dem jahrelangen Konflikt Hilfe von einer Koalition, an deren Spitze Saudi-Arabien steht.