Genf (epd). Im Jemen verschärft sich aufgrund neuer Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und der Regierung die ohnehin schwere Hungerkrise. Das Personal mobiler Gesundheitskliniken habe von Hunderten vertriebenen Kindern berichtet, die an der tödlichsten Form der Unterernährung litten, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Freitag in Genf mit.
Von fast 2.900 untersuchten Kindern sei jedes vierte Kind akut unterernährt. Die UN schätzen, dass in den vergangenen Wochen rund 130.000 Menschen vor der Gewalt geflüchtet sind, darunter rund 71.000 Kinder. Vor der jüngsten Eskalation der Kämpfe seien UN-Experten davon ausgegangen, dass in diesem Jahr mehr als 2,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren im Jemen akut unterernährt sein würden.
Jahrelanger Konflikt
Die Huthi-Miliz, die vom Iran Unterstützung erhält, konnte nach Medienberichten in jüngster Zeit in Jemens Küstenregion vorrücken und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab erringen, die den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet. Die jemenitische Regierung bezieht in dem jahrelangen Konflikt Hilfe von einer Koalition, an deren Spitze Saudi-Arabien steht.




