Düsseldorf (epd). Nach dem Angriff auf einen in Israel geborenen Deutschen fordert die Jüdische Gemeinde Düsseldorf „eine konsequente und vollständige Aufklärung“. Die Verantwortlichen müssten strafrechtlich verfolgt werden, erklärte die Gemeinde am Donnerstag. Überdies brauche es „eine unmissverständliche Antwort der gesamten Gesellschaft auf diesen Vorfall“. Für den Donnerstagabend rief die Gemeinde zu einer Mahnwache am Mannesmannufer in Düsseldorf auf.
Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am Dienstagabend in Begleitung seiner Freundin zu Fuß am Rheinufer unterwegs gewesen. Der 35-Jährige habe einen mit dem Emblem der israelischen Armee IDF bedruckten Pullover getragen. Er sei von zwei unbekannten Frauen angesprochen und israelfeindlich beleidigt worden. Zwei hinzukommende männliche Passanten attackierten den Mann schließlich mit Schlägen und Tritten, wie die Polizei ausführte. Als drei Zeugen schlichtend eingegriffen hätten, sei einer von ihnen durch einen Schlag leicht verletzt worden. Die beiden Angreifer und die beiden Frauen entkamen demnach unerkannt.
35-Jähriger wurde leicht verletzt
Laut der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf trug der Mann zum Tatzeitpunkt auch eine Kippa. Diesen Sachverhalt konnte die Polizei auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) zunächst nicht bestätigen. Der 35-Jährige wurde nach Polizeiangaben bei der Attacke auch leicht verletzt. Der Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.




