Genf (epd). Im Jemen sind durch die neuen Kämpfe seit August laut den Vereinten Nationen mindestens 125 Zivilisten getötet und verletzt worden. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, erklärte am Donnerstag in Genf, er sei entsetzt über die steigende Zahl ziviler Opfer durch den eskalierenden Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen und der Regierung.
Bodenkämpfe, Artilleriefeuer und Luftangriffe, darunter Drohnen- und Raketenangriffe, haben laut dem Hochkommissar zudem eine massive Vertreibung von Zivilisten ausgelöst. Die UN schätzen, dass rund 130.000 Menschen vor der Gewalt geflüchtet sind.
#Türk fordert Freilassung von UN-Mitarbeitern
Türk forderte von den Konfliktparteien die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und den bedingungslosen Schutz der Zivilisten. Er verlangte zudem die sofortige Freilassung der 73 UN-Mitarbeiter sowie weiterer Personen, die von der Huthi-Miliz festgehalten werden. Einige befinden sich den Angaben nach bereits seit vielen Jahren in Gefangenschaft.
Die Huthi-Miliz, die vom Iran Unterstützung erhält, konnte nach Medienberichten in jüngster Zeit in Jemens Küstenregion vorrücken und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab erringen, die den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet. Jemens Regierung bezieht in dem jahrelangen Konflikt Hilfe von einer Koalition, an deren Spitze Saudi-Arabien steht.




