Bonn (epd). Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ hat die Bundesregierung aufgefordert, die Teilnahme der Bundeswehr am Nato-Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ abzusagen. Bei dem Manöver, das Mitte Oktober stattfindet, simuliere die Bundeswehr den Abwurf von Atombomben in einem europäischen Kriegsszenario, kritisierte das Bündnis von rund 35 friedenspolitischen Organisationen am Donnerstag in Bonn. Die Bundesregierung solle stattdessen auf nukleare Abrüstung drängen und dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten.
Mit dem humanitären Völkerrecht sei jeglicher Atomwaffeneinsatz unvereinbar, hieß es. Auch gemäß Nichtverbreitungsvertrag sei Deutschland die Verfügung über Atomwaffen verboten. „Piloten der Bundeswehr dürfen niemals Atombomben abwerfen, weil dies ein Kriegsverbrechen wäre“, betonte Bündnissprecher Martin Singe. Doch genau das sollten sie bei dem Nato-Atomkriegsmanöver trainieren. Das Friedensbündnis kündigte Proteste am mutmaßlichen US-Atomwaffenstandort Büchel in der Eifel am 10. Oktober und eine Demonstration am Fliegerhorst in Nörvenich im Kreis Düren am 17. Oktober an.




