Berlin, Wuppertal (epd). Die Kosten für die medikamentöse Behandlung von Volkskrankheiten sind laut dem Arzneimittelreport 2026 der Krankenkasse Barmer stark gestiegen. Zwischen 2014 und 2024 seien die Behandlungskosten für Herzschwäche pro Barmer-Versicherten um 94 Prozent gestiegen, teilte die Barmer am Mittwoch in Berlin mit. Da es im gleichen Zeitraum 14 Prozent mehr Herzinsuffizienz-Patienten gegeben habe, seien die Ausgaben für diese Medikamente um 121 Prozent gestiegen.
Besonders stark stiegen den Angaben zufolge Ausgaben für patentgeschützte Medikamente (plus 183 Prozent für Herzinsuffizienz-Medikamente zwischen 2014 und 2024). Im selben Zeitraum seien die Kosten für Generika nur um 22 Prozent gestiegen.
Mehr Prävention gefordert
Der Autor des Arzneimittelreports, Daniel Grandt, räumte ein, dass sich im untersuchten Zeitraum die therapeutischen Ergebnisse verbessert hätten. Ein 55-jähriger Herzschwäche-Patient lebe etwa sechs Jahre länger, ein 70-jähriger etwa fünf Jahre. Zugleich habe es 60 Prozent weniger Krankenhausaufnahmen wegen Asthma bronchiale gegeben. Die Verbesserungen seien jedoch nur zur Hälfte auf effizientere Medikamente zurückzuführen. Die andere Hälfte sei durch besseres Gesundheitsverhalten von Menschen erzielt worden.




