Frankfurt a.M. (epd). Der Liedermacher Reinhard Mey bezeichnet sich selbst als „finsteren Heiden“, hat aber nach eigenen Worten eine Beziehung zum christlichen Glauben. Es sei eine schöne Vorstellung, in Gottes Hand zu liegen und beschützt zu sein, sagte der 83-Jährige der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch).
„Ich bin evangelisch getauft und konfirmiert, meine Eltern waren keine frommen Leute, aber sie waren sehr gute Bibelkenner. Christliche Ideale, Nächstenliebe, Verzeihen, Barmherzigkeit sind für mich hohe Lebensideale“, sagte der Musiker, dessen 30. Studioalbum „Schatzhauser“ am Freitag erscheint.
Begräbnis unter einem Baum
Mey will nach seinem Tod in einem Wald begraben werden: „Unter einem Baum, wo schon mein Sohn liegt. Da ist noch Platz für den Rest der Familie.“ Das sei eine tröstliche Vorstellung. Natürlich sei es nur die Asche, „da sind wir nicht, keiner von uns“. „Aber man braucht solche Sachen, um sich daran festzuhalten. Und es kann nicht schaden“, sagte der Liedermacher.
Reinhard Mey ist dreifacher Vater. Sein Sohn Maximilian fiel 2009 nach einer verschleppten Lungenentzündung ins Wachkoma und starb fünf Jahre später.



