Bundeskongress der Religionsräte tagt in Stuttgart

Bundeskongress der Religionsräte tagt in Stuttgart
Vertreterinnen und Vertreter interreligiöser Initiativen wollen Mitte Oktober in Stuttgart über den Umgang mit gesellschaftlichen Spannungen und die verbindende Kraft von Religionen beraten. An dem Kongress beteiligt ist auch die Stiftung Weltethos.

Stuttgart (epd). „Religion - Bedrohung oder bedroht“ - unter diesem Leitwort versammelt sich der Bundeskongress der Räte der Religionen am 11. und 12. Oktober bei seiner neunten Jahrestagung in Stuttgart. Wie der gastgebende Stuttgarter Rat der Religionen am Dienstag mitteilte, sind ein öffentliches Friedensgebet und ein Abendempfang im Neuen Schloss geplant. Als Redner wird der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, erwartet.

Die Tagung beginnt mit einem Friedensgebet im Musikpavillon auf dem Schlossplatz. Dabei wolle man „für unsere Einigkeit und auch unsere Entschlossenheit für den Frieden auf der Welt beten“, sagte der Koordinator des Stuttgarter Rates, Deniz Kıral. Die Landeshauptstadt sei ein lebendiger Ort des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens. In Stuttgart leben den Angaben zufolge Menschen aus 181 Nationen, es gibt mehr als 250 Religionsgemeinschaften.

Stiftung Weltethos

Der Bundeskongress der Räte der Religionen ist nach Angaben der Stiftung Weltethos ein Zusammenschluss von kommunalen, interreligiösen Räten und Initiativen auf Bundesebene. Seit 2018 trifft sich der Bundeskongress jährlich, um sich über Herausforderungen und Chancen der interreligiösen Arbeit vor Ort auszutauschen. Die von dem katholischen Theologen Hans Küng (1928-2021) initiierte Stiftung Weltethos nimmt beratend am Bundeskongress teil.