ZdK-Präsidentin Stetter-Karp warnt vor "Ausgrenzungsplan" der AfD

ZdK-Präsidentin Stetter-Karp warnt vor "Ausgrenzungsplan" der AfD
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp fordert angesichts wachsender Sorgen und politischer Spannungen mehr Dialog, Menschlichkeit und ein stärkeres Miteinander. Die Kirchen müssten gemeinsam mit demokratischen Kräften der AfD entgegentreten.

Berlin (epd). Nach den Wahlerfolgen der AfD in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ruft das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. „Jetzt müssen überall demokratische Bündnisse entstehen, die zeigen: Wir packen an! Mit Menschenliebe. Und mit dem klaren Ziel, niemanden zurückzulassen“, erklärte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Montag in Berlin.

Auch die Kirchen müssten nun alles daransetzen, Räume für Begegnung, Debatte und gelebte Nächstenliebe zu schaffen. „Und das heißt: Hier steht das Stoppschild für den großen Ausgrenzungsplan der AfD!“

„Gesamtdeutsches Problem“

„Wir haben ein gesamtdeutsches Problem“, fügte Stetter-Karp hinzu: „Reformen fordern Menschen etwas ab. Doch auch in Zeiten großer Veränderungen müssen Demokratie und Menschlichkeit auf Platz 1 stehen. Wenn nicht, wird das Klima schnell vergiftet durch Missmut und Ausgrenzung, durch Hass und Hetze!“

Die AfD habe sich die Sorgen und Nöte vieler Menschen erfolgreich zunutze gemacht, kritisierte die ZdK-Präsidentin: „Ihre Antwort auf politische Herausforderungen ist für uns inakzeptabel.“