Berlin (epd). Der Bundesverband Lebensrecht ruft für Samstag wieder zu Kundgebungen gegen Abtreibungen und assistierten Suizid auf. Der „Marsch für das Leben“ soll nach Angaben des Verbands zeitgleich ab 13 Uhr in Berlin und Köln starten. Die laut Ankündigung „größte deutsche Pro Life-Veranstaltung“ sei ein „Bekenntnis zur universalen Menschenwürde“. Der Berliner Polizei zufolge sind für die Kundgebung in der Hauptstadt 5.000 Demonstrierende angemeldet. Zudem würden einige hundert Menschen zu Gegendemonstrationen erwartet.
Mehrere katholische Bischöfe und weitere Geistliche unterstützen die Veranstaltung laut Ankündigung mit Grußworten. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki dankte dem Bundesverband demnach „für seine beharrliche Arbeit“ und den Teilnehmenden für ihren „mutigen Einsatz“.
Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung
Mit einem Aktionstag unter dem Motto „Es reicht! Sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche - JETZT!“ wollen Gegendemonstranten am Samstag in Berlin indes zur Legalisierung von Abtreibungen aufrufen. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung kritisierte am Donnerstag, religiöse Fundamentalisten und Rechtspopulisten forderten die vollständige Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und lehnten die Vielfalt von Lebensentwürfen ab.
Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland grundsätzlich rechtswidrig, bleiben aber innerhalb der ersten zwölf Wochen nach der Empfängnis unter bestimmten Umständen straffrei. Davor muss eine Beratung stattgefunden haben. Bei einer Gefahr für die Gesundheit der Schwangeren kann ein Abbruch auch nach Ablauf der Frist von zwölf Wochen erfolgen.




