Genf (epd). Die Flüsse weltweit haben 2025 laut einem Bericht der Vereinten Nationen eine der trockensten Perioden seit mehr als drei Jahrzehnten durchgemacht. Der Rückgang der Süßwasservorräte und der Gletscherschwund setzten sich langfristig fort, warnte die Weltorganisation für Meteorologie der UN (WMO) am Donnerstag in Genf.
Diese Trends hätten schwerwiegende Folgen für die Menschen und die Volkswirtschaften. Der Wasserkreislauf sei unregelmäßiger und unvorhersehbarer geworden. Er schwanke zwischen zu wenig und zu viel Wasser. In den vergangenen sieben Jahren habe es so wenige Flüsse mit normalem Wasserstand wie seit 1991 nicht mehr gegeben.
Extremereignisse vor allem in Asien und Afrika
Mindestens die Hälfte aller registrierten wasserbedingten Extremereignisse in den zurückliegenden fünf Jahren ereigneten sich laut WMO in Asien und Afrika. Mehr als 80 Prozent der damit verbundenen und gemeldeten Todesfälle entfielen demnach auf die beiden bevölkerungsreichsten Kontinente der Erde.
Zum vierten Mal in Folge hätten alle großen Gletscherregionen der Erde an Eismasse verloren. Beim Grundwasser biete sich ein ähnliches Bild. Fast zwei Drittel des weltweit überwachten Quellwassers wies demnach 2025 Werte auf, die außerhalb der historischen Norm lagen. Das sich verstärkende Wetterphänomen El Niño werde in einigen Gebieten das Dürrerisiko erhöhen, in anderen hingegen die Hochwassergefahr.




