Verbraucherschützer warnen vor unseriösen Jobangeboten

Verbraucherschützer warnen vor unseriösen Jobangeboten
Wer online nach Arbeit sucht, stößt leicht auf betrügerische Jobangebote. Die Verbraucherzentrale MV gibt Tipps, worauf Jobsuchende achten sollten.

Schwerin (epd). Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern warnt vor betrügerischen Jobangeboten im Internet. Gefälschte Stellenanzeigen und Karriereseiten wirken täuschend echt, wie die Verbraucherschützer am Mittwoch mitteilten. „Mit den Fake-Anzeigen haben es Kriminelle auf persönliche Daten der Bewerberinnen und Bewerber abgesehen“, sagte Stephan Tietz von der Verbraucherzentrale MV. Diese Daten würden genutzt, um Fakeshops, Accounts und Konten zu eröffnen, Kredite aufzunehmen und Verträge abzuschließen. Um das zu vermeiden, sollten Bewerberinnen und Bewerber bei der Jobsuche genau hinsehen.

Tietz zufolge sind bei fast allen betrügerischen Anzeigen Qualifikationen oder Fähigkeiten kaum relevant. Zeugnisse oder Nachweise würden nicht verlangt. Zudem sei ein Angebot mit 100 Prozent Homeoffice oft Betrug. Und während seriöse Anzeigen in der Regel keine konkreten Gehälter angäben, lockten betrügerische Angebote mit einem genauen Stundenlohn.

Vertrauen durch Telefonate

Häufig versuchten Betrüger, durch Telefonate oder Chats Vertrauen herzustellen. Analoge Kontakte fänden hingegen nicht statt. Spätestens, wenn Bewerberinnen und Bewerber vor dem Unterzeichnen des Arbeitsvertrags ihre Kontodaten, ihren Ausweis oder ihren Versicherungsnummernachweis übermitteln sollen, sei Misstrauen angebracht. Dann sollte der Bewerbungsprozess sofort beendet werden.

Bei jeder vielversprechenden Stelle sollten Jobsuchende prüfen, ob der Arbeitgeber seriös ist. Dazu sollte das Unternehmen recherchiert werden, nicht nur die Stellenanzeige. Die Verbraucherzentrale rät dazu, einen Online-Kartendienst zu nutzen. Eventuell werde eine Briefkastenfirma enttarnt. Auch der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen könne erste Hinweise zur Seriosität des Unternehmens geben.