Globaler Gesundheitsfonds meldet trotz Kürzungen Fortschritte

Globaler Gesundheitsfonds meldet trotz Kürzungen Fortschritte
Neben Geld-Kürzungen erschweren Gewalt, Konflikte und Flucht die Arbeit des Globalen Fonds. Doch die Organisation meldet Fortschritte im Kampf gegen HIV-Aids, Tuberkulose und Malaria.

Genf (epd). Trotz des herrschenden finanziellen Drucks hat der Globale Fonds nach eigenen Angaben Fortschritte im Kampf gegen Krankheiten erzielt. Länder hätten mit Unterstützung des Fonds 26,9 Millionen HIV-infizierten Menschen eine lebensverlängernde antiretrovirale Therapie geben können, gegenüber 25,6 Millionen im Jahr 2024, teilte die Organisation am Mittwoch in Genf mit.

Rund 196 Millionen Insektizid-behandelte Moskitonetze zur Malaria-Prävention seien verteilt worden, gegenüber 162 Millionen im Jahr 2024. Zudem hätten 7,4 Millionen Menschen eine TB-Behandlung erhalten. Damit wurde laut Fonds „der Fortschritt des Jahres 2024 aufrechterhalten“.

Neben Kürzungen der internationalen Finanzmittel hätten die zahlreichen Konflikte, Flucht und wachsende humanitäre Bedürfnisse in anderen Bereichen die Arbeit erschwert. Im gesamten Zeitraum 2024 bis 2026 habe der Globale Fonds 5,3 Milliarden US-Dollar, oder 38 Prozent der Gesamtinvestitionen, in von Krisen betroffene Regionen geleitet. Seit 2002 habe der Globale Fonds und seine Partnerorganisationen zur Rettung von 72 Millionen Menschenleben beigetragen.

Weltweite Partnerschaft

Der Globale Fonds in Genf ist nach eigenen Angaben eine weltweite Partnerschaft zur Eindämmung von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie „zur Gewährleistung einer gesünderen, sichereren und gerechteren Zukunft für alle Menschen“. Der Fonds arbeitet eng mit Ländern und den UN zusammen, er sammelt und investiert jährlich über vier Milliarden US-Dollar zur Eindämmung der tödlichsten Infektionskrankheiten.