Bonn (epd). Die Bundeszentrale für politische Bildung, die Deutsche Unesco-Kommission und das Jüdische Museum Frankfurt stellen an diesem Mittwoch die Neuausgabe der Bilderkarten zur Gegenwart und Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland vor. Gerade mit Blick auf die Zunahme antisemitischer Vorfälle und einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Vielfalt und Zugehörigkeit könnten alltagsnahe Einblicke und Perspektiven zum jüdischen Leben in Deutschland wichtige Denkanstöße liefern, kündigte die Bundeszentrale am Dienstag in Bonn an. Zudem könnten die Bilderkarten, die über die Organisationen zu beziehen sind, für „den pädagogischen Austausch“ genutzt werden.
Die Neuausgabe der 44 Bilderkarten ist eine erweiterte und grundlegend überarbeitete Fassung des erstmals 2021 mit einer Förderung des Auswärtigen Amtes vorgelegten Bildungsmaterials. Dabei werden auch die Folgen des Massakers an israelischen Zivilisten durch die Terrororganisation Hamas vom 7. Oktober 2023 für Jüdinnen und Juden in Deutschland thematisiert. Durch einen niedrigschwelligen Zugang eigne sich das Material sowohl für den Einsatz in der Schule (Sekundarstufe I/II) als auch in der außerschulischen Bildungsarbeit oder der Erwachsenenbildung, hieß es.



