Bamberg (epd). Mehr als 7.000 Denkmäler in ganz Deutschland haben am Sonntag ihre Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Veranstalterin des jährlich stattfindenden Tages des offenen Denkmals ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Bei der zentralen Eröffnungsfeier in Bamberg betonte der bayerische Staatssekretär Martin Schöffel den hohen Wert historischer Gebäude, auch mit Blick auf den Umweltschutz. „Der Erhalt historischer Gebäude ist gelebte Nachhaltigkeit“, sagte der CSU-Politiker. Denkmäler seien zudem nicht nur alte Gebäude, sondern zeugten von einer jahrhundertealten Geschichte, die Menschen und ihre Heimat prägen.
Auch Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, sagte, dass Denkmalschutz gelebter Klimaschutz sei: „Es sollte der Normalfall sein, dass wir Gebäude ertüchtigen, pflegen, reparieren und bewahren.“ So wie es der private Hausbesitzer mache, müsse es auch die öffentliche Hand tun. „Alle sollten sich anstrengen“, forderte er von der Politik. „Wir können unseren Vorfahren dankbar sein, dass sie uns das wertvolle Erbe hinterlassen haben und wir es in die Zukunft tragen dürfen.“
Großes Interesse trotz Regen
Trotz regnerischen Wetters machten sich in der Welterbestadt Bamberg am Denkmaltag viele Menschen auf den Weg. So wie im ganzen Land besuchten sie ansonsten oftmals verschlossene Orte, ob Kirchen, Schlösser oder Industriedenkmäler. Seit 1993 zählt die Altstadt von Bamberg zum Unesco-Welterbe, weil sie nahezu unversehrt erhalten ist. In der Domstadt reihen sich historische Bürgerhäuser, Kirchen und Klöster aneinander.



