Berlin (epd). Die zerstörte Regenbogenbank am Trauerort des CSD-Anschlags in Berlin ist am Montag durch eine neue Bank ersetzt worden. Im Beisein der Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger (Grüne), ist die Bank am gleichen Ort im Tiergarten wieder aufgestellt worden. „Berlin ist und bleibt die Stadt der Freiheit“, sagte Remlinger in einem auf sozialen Medien veröffentlichten Video. Infolge der Zerstörung der Bank und des Versuchs, auch den am Anschlagsort neu gepflanzten Baum zu zerstören, soll der Gedenkort künftig besser geschützt werden.
Die Sitzbank soll zum Verweilen und zur stillen Anteilnahme einladen und Solidarität mit der queeren Community zum Ausdruck bringen. Sie wurde Anfang September von unbekannten Tätern zerstört. Wenige Tage später wurde auch der neu gepflanzte Baum samt Schutzgitter aus der Erde gerissen. Der Ahorn war ein Ersatz für den Baum, mit dem der Wagen des Attentäters vom 25. Juli kollidierte.
Bäumchen überlebte die Tat
Der Staatsschutz übernahm nach dem Vorfall am Gedenkort die Ermittlungen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung. Das Bäumchen überlebte. Es werde nun mit einem Bodenanker gesichert. Zudem werde es am Gedenkort künftig mehr Polizeipräsenz geben.
Bei dem Anschlag auf den Berliner CSD war ein Van in eine Menschenmenge gefahren. Eine 65-jährige Frau wurde getötet, 31 Menschen wurden teils schwer verletzt. Ein 21-Jähriger hatte den Wagen gesteuert und danach mit einer Stichwaffe weitere Passanten angegriffen. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem islamistischen Motiv aus. Der Mann wurde am Tag nach dem Anschlag bei einem Polizeieinsatz erschossen.



