Zweiter "Tag der Demokratiegeschichte" am 18. März 2027

Zweiter "Tag der Demokratiegeschichte" am 18. März 2027
Am 18. März dieses Jahres wurde erstmals an mehr als 250 Orten und Institutionen an den Kampf um Demokratie und Freiheit erinnert. Der Gedenktag findet 2027 mit Unterstützung des Bundespräsidenten erneut statt.

Frankfurt a.M. (epd). Der „Tag der Demokratiegeschichte“ am 18. März wird im kommenden Jahr wieder gefeiert. Unter dem Motto „Erinnerungskultur erweitern“ solle der Tag im öffentlichen Bewusstsein verankert werden, teilte die Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ in Frankfurt am Main als Veranstalter mit. An dem bundesweiten Aktionstag seien Initiativen, Museen, Bibliotheken, Archive, Gedenkstätten, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure eingeladen, die Vielfalt der deutschen Demokratiegeschichte sichtbar machen. Am ersten Gedenktag in diesem Jahr hatten sich mehr als 250 Orte und Institutionen beteiligt.

„In einer Zeit, in der die freiheitliche Demokratie im Inneren und von außen angefochten wird, erinnert uns der Blick zurück daran, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist“, zitiert die Stiftung aus dem Aufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Der 'Tag der Demokratiegeschichte' mahnt uns, dass auch heute unser Engagement nötig ist, um zu bewahren, was uns wichtig ist.“

Gedenktag erinnert an Kampf um Freiheit

Der 18. März steht nach Angaben der Bundesstiftung wie kaum ein anderes Datum für zentrale demokratische Aufbrüche: von der Proklamation der Mainzer Republik 1793 über die Barrikadenkämpfe der Märzrevolution 1848 bis zur ersten freien Volkskammerwahl in der DDR 1990. Freiheit, Grundrechte und politische Teilhabe seien nicht selbstverständlich, sondern immer wieder erkämpft und erstritten worden. Der Gedenktag erinnere an das Ringen um demokratische Rechte und betone ihre Bedeutung für die Gegenwart. „Demokratie wird dort lebendig, wo sie erinnert, diskutiert und weiterentwickelt wird“, betonte die Stiftung.