Mehr Geld für preußische Schlösserstiftung

Mehr Geld für preußische Schlösserstiftung
Mehr als 30 Museumsschlösser in Berlin und Brandenburg und rund 750 Hektar Garten- und Parkflächen: Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten bewahrt ein großes kulturelles Erbe der Region. Nun bekommt sie mehr Geld für Erhalt und Pflege.

Potsdam (epd). Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten bekommt ab 2027 mehr Geld vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg. Die jährliche Finanzierung steige von derzeit rund 48 Millionen auf mindestens rund 54,6 Millionen Euro, teilte das brandenburgische Kulturministerium am Dienstag nach dem Kabinettsbeschluss dazu in Potsdam mit. Das neue Finanzierungsabkommen soll zum 1. Januar in Kraft treten und bis 2030 laufen.

Das Land Brandenburg übernimmt den Angaben zufolge von der neuen Finanzierung knapp 19,6 Millionen Euro. Weitere knapp 22,6 Millionen Euro kämen vom Bund sowie rund 12,4 Millionen Euro vom Land Berlin, hieß es. Zusätzlich stelle Brandenburg jährlich 800.000 Euro zur Beseitigung des Parkpflegedefizits bereit und verhindere damit einen kostenpflichtigen Eintritt für die Parks der Stiftung.

Herausforderung Klimawandel und Freizeitnutzung

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) begrüßte die Entscheidung des Kabinetts. Die preußischen Schlösser und Gärten seien „weltberühmt, weltoffen, Welt-Kulturerbe“, erklärte sie. Insbesondere die Parks hätten jedoch in den vergangenen Jahren gelitten, unter dem Klimawandel ebenso wie unter einer intensiver gewordenen Freizeitnutzung. Auch deshalb habe das Land seine Förderung in den vergangenen Jahren immer wieder außerplanmäßig erhöht, etwa über das Klimaanpassungsprogramm für denkmalgeschützte Garten- und Parkanlagen.

Zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten mit insgesamt rund 500 Mitarbeitenden gehören unter anderem die Potsdamer Schlösser Sanssouci, Cecilienhof und Babelsberg, das Berliner Schloss Charlottenburg und die Pfaueninsel sowie Schloss Rheinsberg.