Eisenach (epd). Die Wartburg in Thüringen soll über die bestehenden Angebote hinaus attraktiver werden. Gemeinsam mit dem Land und der Burg sollte der Bund Ideen entwickeln, die die einzigartige Geschichte der Wartburg und ihre Geschichten für die Öffentlichkeit sichtbarer machen, erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) anlässlich eines Besuchs auf der Wartburg am Freitag. Das Denkmal sei ein „kultureller Leuchtturm“, der über seine Region hinaus Bedeutung besitze und Menschen auch emotional erreiche.
Die Wartburg steht laut Weimer dabei in besonderer Weise für die Verbindung von deutscher Geschichte, Literatur, Religion und politischer Entwicklung. Mit Martin Luther (1483-1546), der Heiligen Elisabeth (1207-1231) und dem Wartburgfest von 1817 verbinde sich dort eine lange Linie deutscher Kulturgeschichte, die bis in die Gegenwart wirke.
Kultur für kommende Generationen lebendig halten
Weimer bezeichnete den Erhalt solcher Orte als eine wichtige kulturpolitische Aufgabe. Kultur müsse nicht nur bewahrt, sondern für kommende Generationen lebendig gehalten werden, erklärte er. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen würden Orte benötigt, an denen sich Menschen ihrer gemeinsamen Geschichte und kulturellen Prägungen vergewissern könnten.
Die Wartburg bei Eisenach zählt zu den bekanntesten deutschen Burgen und gehört seit 1999 zum Unesco-Welterbe. Dort übersetzte Luther 1521 und 1522 die Bibel ins Deutsche und legte damit den Grundstein für die Reformation. Die Burg gilt als bedeutendes Symbol deutscher Geschichte und Kultur. Im vergangenen Jahr besuchten rund 481.000 Menschen die mittelalterliche Anlage.



