Redmann: Kritische Infrastruktur besser schützen

Redmann: Kritische Infrastruktur besser schützen
In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hat es Sabotageversuche an Einrichtungen zur Energieversorgung gegeben. Brandenburgs Innenminister will neuralgische Punkte der kritischen Infrastruktur besser schützen.

Jänschwalde, Potsdam (epd). Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung in der Nähe das Kraftwerks Jänschwalde hat Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) Maßnahmen zum besseren Schutz der kritischen Infrastruktur angekündigt. Geplant sei, Betreibern solcher Anlagen die Möglichkeit zu geben, sich mit polizeilichen Befugnissen beispielsweise bei der Drohnenabwehr und dem Einsatz intelligenter Videoüberwachung selbst besser zu schützen, sagte er am Mittwoch im RBB-Inforadio: „Auf hybride Bedrohungen kann es nur hybride Antworten geben.“

Bei dem Anschlag am Dienstagmorgen war mithilfe von Sprengvorrichtungen erfolglos versucht worden, in größerem Umfang Hochspannungsleitungen zu sabotieren. Das Polizeipräsidium teilte am Mittwoch in Potsdam mit, es werde unter anderem wegen Störung öffentlicher Betriebe, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt.

Neuralgische Punkte besser schützen

Redmann nannte den Anschlag „sehr besorgniserregend“. Das betroffene Umspannwerk sei von großer überregionaler Bedeutung, sagte er. Der Anschlag hätte eine Beeinträchtigung der Netzstabilität zur Folge haben können. Er sehe auch Parallelen zu einem ähnlichen Vorfall in Nordrhein-Westfalen am Dienstagabend.

Die kritische Infrastruktur mit Flughäfen, Energieversorgung, Kommunikationsanlagen, Wasserversorgung und Transportwegen sei vielgestaltig, betonte Redmann. Absolute Sicherheit herzustellen, sei dort nicht möglich. Es gebe einige neuralgische Punkte, an denen mit relativ geringem Aufwand hoher Schaden verursacht werden könne, sagte er: „Diese besser zu schützen, ist unser Anliegen.“