Sambischer Präsident Hichilema für zweite Amtszeit vereidigt

Sambischer Präsident Hichilema für zweite Amtszeit vereidigt
Sambias alter Präsident ist auch der neue. Während sein Herausforderer des Hochverrats angeklagt ist, leistete Hakainde Hichilema den Eid für eine zweite Amtszeit.

Nairobi, Lusaka (epd). In Sambia ist der wiedergewählte Präsident Hakainde Hichilema im Amt vereidigt worden. Zu der Zeremonie am Dienstag in der Hauptstadt Lusaka waren mehrere afrikanische Staatschefs sowie ein Vertreter der US-Regierung angereist. Tausende füllten das "Helden”-Stadion während der Militärparaden. Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Brian Mundubile wird derweil im Hochsicherheitsgefängnis festgehalten, nachdem er vergangene Woche gemeinsam mit 17 weiteren Oppositionellen des Hochverrats angeklagt wurde.

Hichilema, der Sambia seit 2021 regiert, hatte die Wahlen vom 13. August laut offiziellen Ergebnissen mit 61 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Auszählung war aufgrund von Gewalt für mehrere Stunden ausgesetzt. Die EU-Wahlbeobachtungsmission hatte den Verlauf der Wahl als intransparent bezeichnet.

Wahl laut EU-Beobachter intransparent

In seiner Ansprache dankte Hichilema vor allem den jungen Wählerinnen und Wählern. Er sehe sich in der Verantwortung, Sambia weiter wachsen zu lassen und Chancen für die Bürger auszubauen. In seiner ersten Amtszeit lag sein Fokus darauf, Sambia aus einer Schuldenkrise zu führen. Er dankte auch denen, die andere Kandidaten gewählt hatten und erklärte, dass sich in der Demokratie nicht alle einig sein, aber gegenseitig respektieren müssten.

Am vergangenen Montag war die Frist für einen Widerspruch gegen die Wahlergebnisse abgelaufen. Die Regierung hatte an dem Tag die Schließung der Gerichte angeordnet und dies mit Sicherheitsgründen erklärt. Vertreter die Zivilgesellschaft hatten vergeblich versucht, ihre Petitionen einzureichen. Mundubile hatte nach Razzien auf einem Gelände der Vereinten Nationen Schutz gesucht, sich dann aber verhaften lassen.