Ökumene-Netzwerk sucht "Hoffnungswort 2027"

Ökumene-Netzwerk sucht "Hoffnungswort 2027"
Zum Start der ökumenischen Schöpfungszeit ruft das bundesweite Netzwerk "Eine Erde" zur Suche nach einem Wort auf, das Mut für eine gerechte und nachhaltige Zukunft machen soll. Vorschläge können bis Ende Mai 2027 eingereicht werden.

Frankfurt a.M. (epd). Zum Beginn der ökumenischen Schöpfungszeit am 1. September hat das bundesweite Ökumenische Netzwerk „Eine Erde“ zu mehr Engagement für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Lebensweise aufgerufen. Dazu sucht der Zusammenschluss von mehr als 130 kirchlichen Trägern, darunter Landeskirchen, Hilfswerke, Bistümer und Akademien, das „Hoffnungswort 2027“. Bis 31. Mai 2027 können Menschen in Deutschland Begriffe einreichen, die „Mut machen, Zuversicht stiften und zeigen, dass ein gerechter sozial-ökologischer Wandel gelingen kann“, wie das Netzwerk am Montag in einer Online-Pressekonferenz mitteilte.

Das Hoffnungswort solle helfen, angesichts des Zustands der Welt Gefühle von Hilflosigkeit und Ohnmacht zu überwinden, hieß es. Es könne aus einem, zwei oder auch drei Wörtern bestehen, sagte Astrid Hake vom Netzwerk „Eine Erde“. Entscheidend sei, dass der Begriff für eine gerechte und nachhaltige Zukunft stehe. Verkündet und symbolisch ausgezeichnet werden soll das Hoffnungswort am 4. Oktober 2027. An diesem Tag endet die ökumenische Schöpfungszeit. Zugleich ist es der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, des Schutzpatrons der Tiere, der Natur und des Umweltschutzes.

Botschafter unterstützen Initiative

Die auf das Erntedankfest hinführende ökumenische Schöpfungszeit wird jedes Jahr vom 1. September bis zum 4. Oktober begangen. Kirchen laden in dieser Zeit zu Gottesdiensten und Engagement für den Schutz der Lebensgrundlagen ein. Ziel sei, dass die Schöpfungszeit künftig ähnlich wahrgenommen werde wie Ostern oder Weihnachten, erklärte Constanze Latussek vom „Eine Erde“-Regionalbüro in Wittenberg.

Unterstützt wird die Initiative von Botschafterinnen und Botschaftern aus Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft. Dazu gehören der Klimaforscher Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Werner Philipp, und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel. Außerdem erschien zum sechsten Mal ein großformatiger Bildkalender mit kurzen Texten, Gebeten und Gedichten; weitere Informationen sind über QR-Codes abrufbar.