Antisemitismusbeauftragter: Nachfolge von Felix Klein vorerst unklar

Antisemitismusbeauftragter: Nachfolge von Felix Klein vorerst unklar
Bis auf Weiteres kein neuer Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung bekannt: Nach dem Wechsel des bisherigen Amtsinhabers Felix Klein zur OECD übernimmt Staatssekretär Christoph de Vries übergangsweise die Aufgaben.

Berlin (epd). Das Amt des Antisemitismusbeauftragten ist übergangsweise unbesetzt. Nach dem Ausscheiden des bisherigen Amtsinhabers Felix Klein am Montag sei eine Nachfolge bislang nicht geklärt, bestätigte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Björn Bowinkelmann, am Freitag in der Regierungspressekonferenz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) werde „zu gegebener Zeit über die Nachfolge entscheiden und dies dem Kabinett vorschlagen“. Derzeit werde das Amt durch den Parlamentarischen Staatssekretär Christoph de Vries (CDU) weitergeführt.

Der bisherige Antisemitismusbeauftragte Felix Klein hatte am 24. August die Leitung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris übernommen. Er war seit 2018 der erste Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus. Sein Ausscheiden aus dem Amt hatte Klein bereits Ende Februar angekündigt.

Aufgabe des Antisemitismusbeauftragten ist es, Maßnahmen gegen Judenhass zu entwickeln und zu koordinieren. Gleichzeitig ist er in der Bundesregierung Ansprechpartner für jüdische Gemeinden.