Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin wird saniert

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin wird saniert
Die 1943 im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zählt zu den wichtigsten Wahrzeichen Berlins. Nun stehen erneut Umbauarbeiten an dem historischen Gotteshaus an.

Berlin (epd). Mehrere Gebäudeteile der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche werden ab September für rund 44 Millionen Euro umgebaut und saniert. Die Arbeiten sollen rund zwei Jahre dauern, wie die Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Donnerstag mitteilte. Erstmals soll dabei auch der obere Teil der historischen Turmruine mit einem Fahrstuhl zugänglich gemacht werden.

Zunächst werde die Gedenkhalle schließen, hieß es. Auch danach werde es zu Teilschließungen des Gebäudeensembles kommen. Die Kapelle soll weiter als offener Raum für Gottesdienste und Veranstaltungen dienen.

Mehr als 17 Millionen Euro Bundesförderung

Das Bauprojekt werde mit 17,5 Millionen Euro durch Bundesmittel gefördert, sagte Kulturstaatsminister Wolfgang Weimer (parteilos) bei der Vorstellung der Pläne. Weitere Mittel kommen unter anderem aus privaten Spenden. Damit soll auch die Ausstellung in der Turmruine erneuert und erweitert werden. Deren Besuch soll laut Stiftung künftig Eintritt kosten.

Im Zuge der Arbeiten sollen zudem am Neubau der Kirche die sogenannten Betondickgläser erneuert und die Betonwaben rekonstruiert werden. Zudem werden den Angaben zufolge die sanitären und technischen Anlagen des Gebäudeensembles energetisch saniert und modernisiert.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Stadtteil Charlottenburg zählt zu den wichtigsten Wahrzeichen Berlins. Während das 1943 schwer beschädigte Kirchenschiff nach dem Krieg abgerissen wurde, blieb die Turmruine als Mahnmal stehen. In den 50er Jahren kam ein Bauensemble des Architekten Egon Eiermann (1904-1970) hinzu. Seither waren immer wieder Sanierungsarbeiten notwendig.