Wiesbaden (epd). Die Einnahmen des Fiskus durch Erbschaften und Schenkungen sind auf ein Rekordniveau gestiegen. Die festgesetzte Erbschafts- und Schenkungssteuer lag 2025 bei 21,4 Milliarden Euro damit im Vergleich zu 2024 um 60,8 Prozent höher, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit.
Der deutliche Sprung nach oben im Vergleich zum Vorjahr liegt nach Angaben des Bundesamts vor allem daran, dass sich die festgesetzte Steuer bei großen Vermögensübertragungen von mehr als 20 Millionen Euro im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt habe (plus 146,8 Prozent im Vergleich zu 2024).
Starkes Plus bei verschenkten Anteilen und Betriebsvermögen
Laut dem Bundesamt erreichte die Erbschaftssteuer mit 13,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr einen Höchststand und stieg im Vergleich zu 2024 um 57,1 Prozent. Auch die Schenkungssteuer sei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, um 67,3 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.
Insgesamt seien 2025 steuerlich berücksichtigte Vermögenswerte in Höhe von 141,1 Milliarden Euro übertragen worden (plus 23,1 Prozent), hieß es weiter. Das Bundesamt wies darauf hin, dass diese Zahlen keine Aussage darüber zulasse, wie viel Vermögen im vergangenen Jahr tatsächlich übertragen wurde. Die meisten Erbschaften oder Schenkungen lägen unterhalb der Freibeträge, daher werde dafür in der Regel keine Steuer festgesetzt und sie tauchten nicht in der Statistik auf.
Die steuerlich erfassten Vererbungen stiegen auf 87,3 Milliarden Euro oder um 36,2 Prozent. Insbesondere seien Anteile an Kapitalgesellschaften häufiger vermacht worden (3,2 Milliarden Euro oder plus 71, 8 Prozent), während sich vererbte große Betriebsvermögen von mindestens 26 Millionen Euro mehr als halbierten (minus 58,9 Prozent auf 0,5 Milliarden Euro). Geschenktes Vermögen insgesamt stieg um 28,7 Prozent auf 63,2 Milliarden Euro.



