Berlin (epd). Jeder dritte Jugendliche (33 Prozent) ist einer Umfrage zufolge durch Schulstress massiv beeinträchtigt. Dabei seien Mädchen stärker belastet als Jungen, heißt es in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Umfrage der Barmer Krankenkasse. Laut der repräsentativen Sinus-Jugendstudie 2025/2026 im Auftrag der Barmer sehen sich 42 Prozent der weiblichen und 25 Prozent der männlichen Teenager durch Schulstress stark beeinträchtigt.
Stress in der Familie belastet 20 Prozent der weiblichen sowie zwölf Prozent der männlichen Befragten. Insgesamt betrifft dieser 16 Prozent der Jugendlichen und nimmt damit nach Schulstress den zweiten Rang der den Alltag hochgradig belastenden Faktoren ein. Dahinter folgt Einsamkeit, die der Umfrage zufolge zwölf Prozent belastet. Befragt wurden im Oktober 2025 bundesweit 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.
Kein Randphänomen
Der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christoph Straub, erklärte: „Schulstress ist kein Randphänomen. Die psychische Gesundheit junger Menschen muss mehr in den Mittelpunkt rücken.“ Laut Studie gaben nur 22 Prozent aller Befragten an, dass Schulstress sie nicht beeinträchtige, darunter 15 Prozent der weiblichen und 28 Prozent der männlichen Teenager.



