Genf (epd). Die Hungerkrise in Somalia spitzt sich laut dem Kinderhilfswerk Unicef weiter zu. Knapp 1,9 Millionen Kinder haben laut Schätzungen in diesem Jahr nicht genug zu essen, sagte Unicef-Sprecher James Elder am Freitag in Genf.
Fast eine halbe Million Kinder sei von schwerer akuter Unterernährung betroffen, führte er aus. Dabei handele es sich um die schlimmste Form des Nahrungsmangels, die tödlich enden könne. Die internationalen Kürzungen bei den humanitären Geldern verschärfen laut dem Sprecher die Not in dem bitterarmen Land am Horn von Afrika.
205 Hilfszentren mussten schließen
In den Jahren 2025 und 2026 sei das Budget für die dringend benötigten humanitären Lufttransporte der UN um 40 Prozent gesunken. In jüngster Zeit seien auch 205 Gesundheits- und Ernährungszentren für die notleidende Bevölkerung wegen Geldmangels geschlossen worden. Hunderte weiteren Zentren drohe ebenfalls die Schließung.
Somalia ist infolge der Klimakrise mit anhaltenden Dürren konfrontiert. Zugleich kommt es zu verheerenden Überschwemmungen. In vielen Teilen des Landes herrschen Gewalt und Konflikt. Die USA und andere große Geberländer haben die Mittel für internationale humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit teilweise drastisch gekürzt.



