Wiesbaden (epd). Die Ausgaben für Sozialhilfeleistungen sind im vergangenen Jahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, zahlten die Sozialhilfeträger rund 21,5 Milliarden Euro für Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch. Das waren 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Großteil der Ausgaben ging mit 54,9 Prozent wie in den Vorjahren auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zurück: Auf diese Leistungen entfielen rund 11,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben in diesem Bereich zwar um 2,9 Prozent, ihr Anteil an den Gesamtausgaben der Sozialhilfe ging jedoch im dritten Jahr in Folge zurück (2022: 59,0 Prozent).
Zum 1. Januar 2025 blieben die Regelsätze der Sozialhilfe für den monatlichen Lebensunterhalt erstmals seit Inkrafttreten des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes im Jahr 2011 unverändert. In den Vorjahren 2023 und 2024 hatte es jeweils starke Erhöhungen gegeben. Entsprechend stiegen die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in diesen beiden Jahren stark an.
Anteil der Ausgaben für Pflege steigt
Die Nettoausgaben für Hilfe zur Pflege stiegen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um 13,3 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Damit wuchs der Anteil der Ausgaben in diesem Bereich an den Gesamtausgaben der Sozialhilfe im dritten Jahr in Folge an und betrug im vergangenen Jahr 27,8 Prozent.
Für die Hilfe zum Lebensunterhalt wurden 1,7 Milliarden Euro ausgegeben, das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil an den Gesamtausgaben ging auch hier zum dritten Mal in Folge zurück, auf 8,0 Prozent im Jahr 2025.
In die Hilfen zur Gesundheit, die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen flossen zusammen 2 Milliarden Euro, das waren 6,7 Prozent mehr als im Jahr 2024. Nicht enthalten in der Statistik ist das Bürgergeld, das im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch verankert ist.



