Wiesbaden (epd). Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Jahr einen Rückgang bei der Apfelernte. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, wird mit einer Ernte von rund 934.000 Tonnen gerechnet. Damit werden voraussichtlich 52.900 Tonnen oder 5,4 Prozent weniger Äpfel geerntet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (2016 bis 2025). Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204.000 Tonnen (17,9 Prozent) unterschritten.
Grund für die verhaltene Ernteprognose sind laut der Statistikbehörde wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer 2026. Dadurch fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben sehr klein oder weisen Schäden durch Sonnenbrand auf. Zudem melden einzelne Obstbaubetriebe Hagelschäden mit punktuell fast vollständigen Ernteausfällen.
Trotz der vergleichsweise niedrigen Ernteerwartung bleiben Äpfel auch 2026 das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Sie werden den Angaben zufolge bundesweit auf einer Fläche von 32.00 Hektar angebaut. Bezogen auf die Anbaufläche wird in diesem Jahr ein durchschnittlicher Ertrag von rund 28,6 Tonnen Äpfel pro Hektar erwartet.



