Meißen, Bonn (epd). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen eines Porzellan-Epitaphs in Meißen mit rund 30.000 Euro. Das Kunstwerk gehört zum Ausstattungs-Ensemble aus Meissener Porzellan in der Nikolaikirche der sächsischen Stadt, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am Montag in Bonn mitteilte. Mit dem Geld sollen unter anderem zerbrochene Porzellanteile ergänzt und Beschädigungen restauriert werden.
Die Schäden seien vor allem auf verrostete Verankerungen zurückzuführen, die zur Absprengung von Porzellanteilen und zu Rissen im Mauerwerk geführt hätten, hieß es. Insgesamt erinnern in der Nikolaikirche 14 Epitaphe an Opfer des Ersten Weltkriegs. Auf Tafeln aus Meissener Porzellan stehen die Namen von insgesamt 1.815 Gefallenen. Der Förderbescheid soll am Freitag an die evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Afra Meißen übergeben werden.
Kirche der Kaufleute und Fischerfamilien
Die in der ersten Hälfte des zwölften Jahrhunderts errichtete Nikolaikirche diente einst durchreisenden Kaufleuten und ortsansässigen Fischerfamilien als Gotteshaus. Sie gilt als älteste Kirche Meißens. Heute wird sie für kulturelle Veranstaltungen und ausgewählte Andachten genutzt. Seit 1929 ist sie auch eine Kriegsgedächtnisstätte.



