Köln (epd). Derzeit sind nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 162.000 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Der Monat August sei zwar schon fast vorbei, aber in der Nachvermittlung sei da noch etwas möglich, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks. Insgesamt seien der Bundesarbeitsagentur 433.000 betriebliche Ausbildungsstellen für dieses Jahr gemeldet worden. Das seien sieben Prozent weniger als im Vorjahr.
Ausbildung schütz oft vor Arbeitslosigkeit im Erwerbsleben
Der Großteil der Ausbildungen in Deutschland startet zwischen August und September. Es beunruhige sie, dass nur noch 55 Prozent der Betriebe ausbildeten. Auch diese Zahl sei gesunken. Als Ursache für den Rückgang vermutet Nahles die Unsicherheit vieler Betriebe, was Auftragslage und Geschäftserwartung angehe.
Statt nach dem Schulabschluss nur zu „Jobben“, wenn junge Menschen Lust auf praktische Arbeit hätten, sollten sie lieber eine Ausbildung beginnen, riet Nahles. „Jemand, der keine Ausbildung hat, ist im Laufe seines Lebens mit 21 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen, jemand, der eine Ausbildung macht, mit 3 Prozent. Das lohnt sich also auf jeden Fall“, sagte sie.



