546 Menschen im ersten Halbjahr aus Berlin abgeschoben

546 Menschen im ersten Halbjahr aus Berlin abgeschoben

Berlin (epd). Aus Berlin sind im ersten Halbjahr 2026 weniger Menschen als im Vorjahreszeitraum abgeschoben worden. In den ersten sechs Monaten wurden 546 Menschen aus der Hauptstadt abgeschoben, wie die Senatsinnenverwaltung in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus mitteilte. Im ersten Halbjahr 2025 wurden mit 804 Personen knapp ein Drittel mehr Abschiebungen durchgeführt.

Die größte Gruppe der Abgeschobenen stammte in diesem Jahr bislang aus der Republik Moldau (171), gefolgt von Menschen mit georgischer Staatsangehörigkeit (87). Aus den Zahlen geht hervor, dass auch sieben Menschen die afghanische Staatsangehörigkeit hatten. Zudem habe es zwölf Sammelabschiebungen gegeben, die alle nach Ost- und Südosteuropa führten. Zehn Rückführungen erfolgten in Drittstaaten.

111 Minderjährige betroffen

Zudem wurden 63 Menschen nachts zwischen 21 und 6 Uhr zum Zweck der Abschiebung festgenommen. Mit 373 Personen wurde die Mehrheit der Betroffenen im Zusammenhang mit ihrer Rückführung in Gewahrsam genommen. Darunter hätten sich auch 111 Minderjährige befunden. Knapp jede vierte Person (134) wurde aus der Strafhaft abgeschoben.