65 Jahre Mauerbau: Gedenken in Marienborn

65 Jahre Mauerbau: Gedenken in Marienborn
Am 13. August 1963 sperrte das DDR-Regime die Westsektoren von Berlin durch eine Mauer ab. Zugleich wurde die zuvor "grüne Grenze" der DDR mit der Bundesrepublik ebenfalls gesperrt und Tausende Menschen aus den grenznahen Orten umgesiedelt.

Marienborn (epd). Mit einer Gedenkveranstaltung am früheren Grenzübergang Marienborn ist am Donnerstag an die Errichtung der Berliner Mauer vor 65 Jahren und die Opfer des DDR-Grenzregimes erinnert worden. Als Folge des Mauerbaus in Berlin habe die DDR ab dem 13. August 1961 auch die innerdeutsche Grenze abgesperrt und Tausende Menschen zwangsweise aus grenznahen Orten umgesiedelt, teilte die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt mit.

„An sie und an jene, die durch das DDR-Grenzregime ihre Freiheit, ihre Gesundheit und ihr Leben verloren, erinnert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn 65 Jahre nach dem Mauerbau“, sagte die Leiterin der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Susan Frisch.

Bis 1989 Teil des todbringenden DDR-Grenzregimes

Marienborn war bis zum Fall der Mauer 1989 der größte innerdeutsche DDR-Grenzübergang und Bestandteil des todbringenden DDR-Grenzregimes. „Aus dem einstigen Ort der systematischen Kontrolle und Überwachung ist ein national und europäisch bedeutsamer Ort des Gedenkens an die Opfer und des Erinnerns an Leid und Unrecht von 1945 bis 1989 geworden“, sagte Frisch. In den 30 Jahren ihres Bestehens besuchten mehr als 3,5 Millionen Menschen die Gedenkstätte.