2,2 Millionen Menschen in Deutschland befristet beschäftigt

2,2 Millionen Menschen in Deutschland befristet beschäftigt
Sechs Prozent der Beschäftigten hatten im vergangenen Jahr einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind ein Prozentpunkt weniger als vor zehn Jahren.

Wiesbaden (epd). Der Anteil der befristet Beschäftigten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, hatten 2025 rund 2,2 Millionen Menschen einen befristeten Arbeitsvertrag. Das entsprach 6 Prozent aller Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Ausbildung, Studium oder Freiwilligendienst waren. 2015 hatte der Anteil noch bei 7 Prozent gelegen.

Zwischen den Geschlechtern zeigen sich den Angaben zufolge kaum Unterschiede: Bei den Frauen waren im vergangenen Jahr 6,2 Prozent der Erwerbstätigen befristet beschäftigt, bei den Männern waren es 5,7 Prozent.

Befristet Beschäftigte zählen zusammen mit geringfügig Beschäftigten, Teilzeitbeschäftigten mit bis zu 20 Wochenstunden und Beschäftigten in Leih- oder Zeitarbeit zur Gruppe der sogenannten atypisch Beschäftigten. Insgesamt waren 2025 rund 6,4 Millionen Personen atypisch beschäftigt. Das waren 17,2 Prozent der Erwerbstätigen. Der Anteil ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen: 2015 hatte er bei gut einem Fünftel (20,8 Prozent) gelegen.

Anteil der Teilzeitbeschäftigten wird geringer

Deutlicher als bei der befristeten Beschäftigung zeigt sich der Rückgang bei anderen Formen atypischer Beschäftigung: So sank der Anteil von Teilzeitbeschäftigten mit bis zu 20 Wochenstunden im selben Zeitraum von 13,4 Prozent auf 10,9 Prozent und der von geringfügig Beschäftigten von 6,5 Prozent auf 4,1 Prozent. Die Ausnahme bildet die Zeitarbeit: Hier stieg der Beschäftigungsanteil leicht von 1,8 Prozent auf 2,0 Prozent.

Wie hoch der Anteil befristet Beschäftigter ist, hängt unter anderem mit deren Bildungsniveau zusammen. So waren 11,6 Prozent der Erwerbstätigen ohne beruflichen Abschluss 2025 befristet beschäftigt. Unter den Beschäftigten mit hochqualifiziertem Bildungsabschluss wie etwa einem Meistertitel oder einem Studium lag der Anteil bei 6,4 Prozent. Am geringsten war er bei Beschäftigten mit einer mittleren Berufsqualifikation: Hier hatten 4,0 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag.