Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben einen starken Anstieg der ums Leben gekommenen und vermissten Migrantinnen und Migranten auf zwei Routen im Mittelmeer erfasst. In den ersten vier Monaten 2026 habe sich die Zahl der Todes- und Vermisstenfälle auf der zentralen Mittelmeerroute auf 821 Fälle mehr als verdoppelt, teilte die Internationale Organisation für Migration der UN am Mittwoch in Genf mit.
In der östlichen Mittelmeerregion habe die Zahl der Todes- und Vermisstenfälle von Januar bis April auf 244 betragen. Das entspreche einem Anstieg von 259 Prozent. Im selben Zeitraum sei die Zahl der Migranten, die Europa über das zentrale Mittelmeer tatsächlich erreicht hätten, stark gesunken. Viele Menschen nehmen die teure und gefährliche Passage über das Mittelmeer in Kauf, um Hunger, Armut und Gewalt in ihren Herkunftsländern zu entkommen.



