Welthungerhilfe: Erdbeben in Kolumbien verschärft Lage armer Menschen

Welthungerhilfe: Erdbeben in Kolumbien verschärft Lage armer Menschen
Das Erdbeben in Kolumbien hat eine der ärmsten Regionen des Landes getroffen. Die Welthungerhilfe warnt vor einer Verschärfung der ohnehin schwierigen Ernährungslage.

Bonn (epd). Nach dem schweren Beben in Kolumbien brauchen die Menschen in den betroffenen Regionen laut Welthungerhilfe sichere Unterkünfte und sauberes Wasser. Das Erdbeben treffe viele Familien, die schon vorher unter schwierigen Bedingungen gelebt hätten, erklärte die Hilfsorganisation am Mittwoch in Bonn.

Das schwere Erdbeben in Kolumbien am Montag habe vor allem im Westen des Landes schwere Schäden verursacht, erklärte die Hilfsorganisation. Viele Menschen könnten nicht in ihre beschädigten Häuser zurück und wüssten nicht, wo sie die kommenden Nächte verbringen werden. Nach UN-Angaben starben mehr als 220 Menschen.

Bereits vor dem Beben schwierige Ernährungslage

Das Epizentrum des Bebens lag im Departement Chocó gelegen, das zu den ärmsten Regionen Kolumbiens gehöre, teilte die Welthungerhilfe mit. Bereits vor dem Erdbeben sei die Ernährungslage dort schwierig gewesen. Viele Frauen, Männer und Kinder dort litten Hunger. Die Welthungerhilfe stelle 100.000 Euro Soforthilfe bereit, um Überlebende zu unterstützen.

Stromausfälle, beschädigte Straßen und ausgefallene Mobilfunknetze erschwerten den Zugang zu abgelegenen Gemeinden. „Unsere Partner sind vor Ort unterwegs, um schnell festzustellen, wo die Not am größten ist und welche Hilfe zuerst gebraucht wird“, erklärte die Programmvorständin der Welthungerhilfe, Bettina Iseli.