Wiesbaden (epd). Der Anteil junger Menschen in Deutschland bleibt niedrig. 8,3 Millionen Menschen seien Ende des vergangenen Jahres zwischen 15 und 24 Jahre gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Das entsprach zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Bereits seit Anfang der 2020er Jahre liegt der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung auf diesem Tiefstand.
Damit rangiert Deutschland den Angaben zufolge unter dem Schnitt in der Europäischen Union (EU), der 10,7 Prozent beträgt. EU-weit am höchsten war der Anteil der 15- bis 24-Jährigen in Irland (12,7 Prozent), vor Dänemark und den Niederlanden (je 12,2 Prozent). Den geringsten Anteil junger Menschen innerhalb der EU verzeichneten Malta (9,4 Prozent) und Bulgarien (9,5 Prozent).
Viele Junge Anfang der 80er Jahre
Den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland hatten junge Menschen laut Bundesamt in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, als die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer im jugendlichen Alter waren. 1983 war auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik jede sechste Person (16,7 Prozent) zwischen 15 und 24 Jahre alt.
Ohne Eingewanderte und ihre Nachkommen wäre der Anteil junger Menschen in der Gesamtbevölkerung heute noch niedriger, teilte das Statistische Bundesamt mit. Bei der Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte lag der Anteil junger Menschen von 15 bis 24 Jahren 2025 bei 8,5 Prozent. In der Bevölkerung mit Einwanderungshintergrund waren dagegen 12,2 Prozent im jugendlichen Alter. Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind Personen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 zugewandert sind.



