Düsseldorf (epd). Die Zahl festgestellter Verstöße wegen illegaler Sonn- und Feiertagsarbeit ist innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich gestiegen. Sie erhöhte sich zwischen 2015 und 2025 von 6 auf 98 Fälle, wie aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Linkspartei hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Allerdings erfassen lediglich sechs Bundesländer solche Verstöße. Zuerst hatte die Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Mittwoch) berichtet.
Die meisten Fälle wurden laut Antwort des Bundesarbeitsministeriums mit 72 Verstößen im Jahr 2025 in Nordrhein-Westfalen registriert. Weitere Länder, die diese Fälle erfassen, sind demnach Berlin, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Linkspartei: Arbeitszeitgesetz „löchrig wie ein Schweizer Käse“
Das Arbeitszeitgesetz sei heute „schon löchrig wie ein Schweizer Käse“ und werde vielerorts nicht eingehalten, sagte die Linken-Politikerin Anne Zerr der Zeitung. Sie kritisierte die geplante weitere Lockerung des Arbeitszeitgesetzes.



