Verfassungsschutz stuft "Hochland Jugend" als rechtsextremistisch ein

Verfassungsschutz stuft "Hochland Jugend" als rechtsextremistisch ein
Die Gruppe soll 2025 erstmals öffentlich in Erscheinung getreten sein. Sie verteilt Flyer und benutzt typische Symbole der rechtsextremistischen Szene.

Dresden (epd). Der sächsische Verfassungsschutz hat die Gruppierung „Hochland Jugend“ als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Die Gruppe werde der subkulturell geprägten rechtsextremistischen Szene zugeordnet, teilte das Landesamt für Verfassungsschutz am Dienstag in Dresden mit. Das Personenpotenzial der „Hochland Jugend“ liege im unteren zweistelligen Bereich. Beteiligt seien vorwiegend Jugendliche und Heranwachsende.

Die Gruppe zielt laut Behörde „primär auf die Vernetzung rechtsextremistisch eingestellter Jugendlicher und Heranwachsender in der Region des Schönfelder Hochlands in Dresden ab“. Sie verbreite insbesondere in dieser Region verfassungsfeindliche Flyer und Sticker und nutze dabei für die rechtsextremistische Szene typische Symboliken.

Einzelne Mitglieder gewaltbereit

Zudem beteiligten sich Mitglieder der „Hochland Jugend“ an Versammlungen und Konzerten der rechtsextremistischen Szene, hieß es. Einzelne Mitglieder könnten dabei als gewaltbereit eingeschätzt werden. Der Gruppierung selbst seien bislang keine Gewaltstraftaten zuzurechnen. Gegen eine Person, die der „Hochland Jugend“ zuzurechnen sei, ist allerdings unter anderem im Zusammenhang mit einem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke ermittelt und Anklage erhoben worden.

Erstmals öffentlich in Erscheinung trat die Gruppierung laut Verfassungsschutz 2025 bei einer Demonstration gegen eine „Christopher Street Day“-Veranstaltung in Bautzen. Im Februar 2026 seien in den Dresdner Ortsteilen Gönnsdorf und Pappritz Flyer mit dem Titel „Endlich ein weißes Europa“ verteilt worden.