Köln (epd). Der Bund Katholischer Unternehmer lehnt die von der Bundesregierung angekündigte Wohngeldkürzung ab. Das Wohngeld helfe insbesondere erwerbstätigen, aber einkommensschwachen Menschen, ihre Miete zu bezahlen, erklärte der Verband am Dienstag in Köln. Auch sei es angesichts von Wohnungsknappheit, gestiegener Mieten und hoher Energiekosten eine soziale Hilfe mit steigender Bedeutung. In Summe treffe die Reform vor allem Familien mit niedrigen Einkommen besonders hart, so der Bund Katholischer Unternehmer (BKU).
Das Gesamtausgabenvolumen für das Wohngeld in Deutschland betrug im vergangenen Jahr rund fünf Milliarden Euro. Die geplante Reform soll nun etwa 1,5 Milliarden Euro Wohngeld einsparen, indem das Wohngeld gekürzt und Einkommen stärker angerechnet werden, wodurch zahlreiche Empfänger ihren Wohngeldanspruch verlieren würden. Die Kosten für das Wohngeld tragen Bund und Länder jeweils zur Hälfte.
„Wichtiges Instrument im Sinne der Katholischen Soziallehre“
Sollten die Pläne umgesetzt werden, würden vor allem einkommensschwache, kinderreiche Familien in die Grundsicherung gedrängt, hieß es. Das Wohngeld sei in seiner jetzigen Form „ein wichtiges Instrument im Sinne der Katholischen Soziallehre, Menschen zu ermöglichen, aus eigener Erwerbstätigkeit sich und die Familie zu ernähren“, unterstrich der Verband.
Dem BKU gehören nach eigenen Angaben etwa 1.100 Inhaber-Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte an. Der gemeinnützige Verein versteht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik



