Caritas: Eltern in Schulferien erschöpft und überlastet

Caritas: Eltern in Schulferien erschöpft und überlastet
Die Psycholgischen Beratungsstellen der Caritas im Südwesten sind alarmiert. Immer mehr Familien seien in den Ferien stark belastet - vor allem dann, wenn verlässliche Betreuungsmöglichkeiten etwa in den Kitas fehlen.

Stuttgart, Ulm (epd). Die Psychologischen Beratungsstellen der Caritas Rottenburg-Stuttgart weisen darauf hin, dass Eltern vor allem in den Schulferien vermehrt überlastet sind. „Fehlende Betreuungsmöglichkeiten in den Ferien und kurzfristige Ausfälle in der Kita stellen Eltern vor große Probleme“, sagte Christine Krug, stellvertretende Leiterin der Psychologischen Familien- und Lebensberatung in Ulm, am Dienstag.

Eltern stünden zunehmend unter Druck, auch, weil wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten oft beide Elternteile berufstätig seien, um den Unterhalt zu sichern. Wenn es zudem pflegebedürftige Angehörige gebe, stiegen die Belastungen zusätzlich. „Viele Familien sind mit ihren Ressourcen am Limit und managen den Alltag mit letzter Kraft,“ kommentierte Krug. Das sei eine bedenkliche Entwicklung: „Die Beratungsstellen stellen fest, dass Eltern vor allem dann Unterstützung in Psychologischen Beratungsstellen suchen, wenn sie im Alltag zunehmend an ihre Grenzen stoßen“, heißt es in der Mitteilung.

#Psychologische Beratung für alle

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es 17 Psychologische Beratungsstellen. Diese unterstützen nach eigenen Angaben bei Fragen oder Problemen in der Familie, in der Ehe oder bei der Erziehung. Jedermann kann diese psychologische Beratung in Anspruch nehmen.