Neue Initiative gegen Antiziganismus

Neue Initiative gegen Antiziganismus
Antiziganismus prägt bis heute den Alltag vieler Sinti und Roma. Die Aktionswochen "Upre Kethane!" sollen ihre Perspektiven stärker sichtbar machen.

Berlin (epd). Die Organisation Amaro Drom hat eine neue Initiative gegen Antiziganismus ins Leben gerufen. Mit „Upre Kethane! - Aktionswochen Sinti Roma“ sollen vom 5. Oktober bis 5. November Lebensrealitäten der Volksgruppen sichtbar gemacht werden, teilte der Verein am Montag in Berlin mit. Entsprechende Projekte könnten sich ab jetzt auf Förderungen bewerben.

Amaro Drom setzt sich laut eigenen Angaben gegen Antiziganismus und für die Vernetzung junger Sinti und Roma in Deutschland ein. Unterstützer der Aktionswochen ist der Antiziganismus-Beauftragte des Bundes, Michael Brand.

Für ein vielfältiges Miteinander engagieren

„Upre Kethane“ bedeutet den Angaben zufolge „Gemeinsam Aufstehen“ auf Romanes. Bundesweit sollen im Rahmen der Initiative 25 Projekte „gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma“ mit Beträgen zwischen 1.500 und 4.000 Euro gefördert werden. Demnach steht ein Gesamtfördervolumen von mindestens 37.500 Euro zur Verfügung. Initiativen können sich bis zum 24. August auf einer eigens eingerichteten Website bewerben.

Während der Aktionswochen sind deutschlandweit Workshops, kulturelle Veranstaltungen und Bildungsangebote geplant. Amaro Drom lädt auch andere Organisationen und engagierte Personen ein, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen. „Die Aktionswochen sind ein wichtiger Schritt, um die Perspektiven von Sinti und Roma stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen“, erklärte der Geschäftsführer von Amaro Drom, Merdjan Jakupov. Es gehe darum, sich mit Aufklärung und Austausch für ein vielfältiges Miteinander zu engagieren.