Hiroshima-Gedenken: Friedenskooperative mahnt zu nuklearer Abrüstung

Hiroshima-Gedenken: Friedenskooperative mahnt zu nuklearer Abrüstung
Zu den Jahrestagen des Atombombenabwurfs auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki hat das Netzwerk Friedenskooperative zu einer Welt ohne Atomwaffen aufgerufen. Bundesweit finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.

Bonn (epd). Vor dem Hintergrund wachsender globaler Spannungen und anlässlich des 81. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ruft das Netzwerk Friedenskooperative zu mehr Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt auf. Die humanitären Folgen eines Atombombeneinsatzes seien katastrophal und nicht beherrschbar, erklärte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative am Montag in Bonn. Die Bundesregierung müsse ein klares Bekenntnis zum Ziel einer Welt ohne Nuklearwaffen abgeben.

Statt aus der Geschichte zu lernen, sei aktuell eine beispiellose nukleare Aufrüstung zu erleben, hieß es in einem Aktionsaufruf des Netzwerks. Die Atommächte modernisierten ihre Arsenale. Die Gefahr eines atomaren Konflikts sei so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

Vom 6. bis 9. August finden laut dem Netzwerk deutschlandweit zahlreiche Gedenk-, Mahn- und Aktionsveranstaltungen der Friedensbewegung statt. Bislang seien mehr als 100 Veranstaltungen im Online-Terminkalender des Netzwerks. In Dresden soll es etwa vom 6. bis 9. August eine Dauermahnwache an der Kreuzkirche geben. Gedenkveranstaltungen sind zudem unter anderem in Berlin, München, Frankfurt am Main und Hannover angekündigt.

Mahnwachen

In Nordrhein-Westfalen sind etwa am 6. August Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen in Bonn, Essen, Bochum und in Aachen geplant. Am 7. August soll es einen Friedensspaziergang im Kölner Hiroshima-Nagasaki-Park geben. Im Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe hatten am Sonntag rund 100 Menschen gegen die mögliche militärische Nutzung der Uranfabrik in Gronau demonstriert.

Weit mehr als 200.000 Menschen in und um Hiroshima und Nagasaki kamen ums Leben, nachdem das US-amerikanische Militär am 6. und am 9. August 1945 Atombomben über den japanischen Städten abgeworfen hatte. Viele weitere Menschen starben später an den Folgen der Strahlung.