Essen, Berlin (epd). Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) fordert eine bessere Finanzierung der Verpflegung in Pflegeheimen. „Frische und ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil guter Pflege und darf kein Sparposten sein“, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Essener Funke-Mediengruppe (Mittwoch). Angesichts gestiegener Lebensmittel-, Energie- und Personalkosten stelle sich die Frage, wie eine qualitativ hochwertige Verpflegung in den Einrichtungen dauerhaft zu gewährleisten sei. „Wir fordern deshalb eine realistische Refinanzierung der Verpflegungskosten im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen“, betonte er.
Die Verpflegung in Pflegeheimen wird grundsätzlich nicht von der Pflegeversicherung finanziert. Die Kosten tragen die Bewohner über ihren Eigenanteil selbst. Wie hoch die Budgets für Lebensmittel ausfallen, wird bei den Pflegesatzverhandlungen zwischen den Einrichtungen sowie den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern vereinbart. Nach Angaben Knielings entfallen auf Lebensmittel je nach Bundesland derzeit „gerade einmal 6,50 bis 7,50 Euro pro Bewohner und Tag“. Davon müssten sämtliche Mahlzeiten und Getränke finanziert werden.



