Hamburg (epd). Die Hamburger Polizei erhöht für den Christopher Street Day (CSD) am Samstag in der Hansestadt die Zahl der Einsatzkräfte. Die Polizei werde vor, während und nach der Demonstration für die Teilnehmenden „sehr präsent und ansprechbar sein“, teilten die Hamburger Innenbehörde und die Polizei auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) gemeinsam mit. Zugleich informierten sie, für die Veranstaltungen rund um den Hamburger CSD bestünden derzeit „keine konkreten Gefährdungshinweise“.
Die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD befänden sich „bereits auf einem sehr hohen Niveau“, die Polizei greife auf ihr „bewährtes Einsatzkonzept“ zurück, informierte Daniel Schaefer, Pressesprecher der Innenbehörde, in der gemeinsamen Antwort von Behörde und Polizei. „Gerade der Streckenschutz und technische Sperren zum Überfahrschutz sind dabei wichtige Elemente“, sagte er. Gemeinsam „mit den ausgesprochen erfahrenen Veranstaltern“ und dem zuständigen Bezirksamt Hamburg-Mitte gehe es darum, „ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten“. Zu dem CSD würden rund 250.000 Teilnehmende erwartet.
Sprecher: Sicherheitsbehörden „äußerst wachsam“
In Hamburg seien aktuell 19 Personen als sogenannte Gefährder eingestuft, davon ließen sich 14 dem Bereich religiöser Ideologien zuordnen. Fünf von ihnen befänden sich auf freiem Fuß. Die Polizei habe entsprechende Personen im Fokus und die Sicherheitsbehörden in Hamburg seien „äußerst wachsam“, versicherte Schaefer.
Bei einem Anschlag auf den CSD in Berlin war am Samstag ein Kastenwagen in eine Menschenmenge gefahren. Eine 65-jährige Polin wurde getötet, 31 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Ein tatverdächtiger 21-Jähriger hatte den Wagen gesteuert und war anschließend mit einer Stichwaffe auf Passanten losgegangen. Die Sicherheitsbehörden vermuten ein islamistisches Motiv. Der Mann wurde am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz durch Schüsse getötet.



